Vom „Amen-Break“-Sample zur unfreien Kultur

Prof. Michael Rappe hat mir heute dieses Video empfohlen. Nate Harrison erzählt die spannende Sampling-Geschichte des „Amen Break“. Darauf aufbauend zeigt er schließlich Lawrence Lessig zitierend auf, wie sich das Urheberrecht in dieser Hinsicht entwickelt hat. Sampling-Kultur wird verhindert anstatt sie zu fördern. In Deutschland passt dazu das BGH-Urteil „Metall auf Metall“ für den Rechtsstreit zwischen Kraftwerk und Sabrina Setlur, bei dem Folgendes entschieden wurde: „Ein Eingriff in die Rechte des Tonträgerherstellers ist bereits dann gegeben, wenn einem fremden Tonträger kleinste Tonfetzen entnommen werden.“ Prof. Peifer sieht darin, dass die Leistungsschutzrechte der Tonträgerhersteller stärker geschützt werden als die Schutzrechte des Urhebers selbst, einen Irrweg im deutschen Urheberrecht, wie er es in seiner Stellungnahme für die Enquete Kommission Internet und digitale Gesellschaft geschrieben hat (S. 6).

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  1. Pingback: BGH verunmöglicht Freie Benutzung von Samples: “Metall auf Metall II” | Freie Kultur und Musik

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