Weiterverkauf von MP3s

Prof. Karl-Nikolaus Peifer hat in dem Interview, das ich mit ihm führte, schon darauf hingewiesen: Ob man gebrauchte MP3s weiterverkaufen darf, ist derzeit höchst strittig. Bei Computerprogrammen hat der EuGH unlängst entschieden, dass dies möglich sein soll, was ganz im Sinne des Erschöpfungsgrundsatzes nach § 17 Abs. 2 UrhG ist. Bei Musik ist es strittig, was man beim Kauf einer MP3 z.B. bei iTunes eigentlich erwirbt. Einige behaupten, man kaufe lediglich eine Nutzungslizenz, die das Weiterverkaufen ausschließe und damit die MP3 fundamental von der CD als Musikdatenträger unterscheide, denn CDs darf man natürlich weiterverkaufen.

Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass die amerikanische Plattform redigi.com versucht, auf gerade diesem Weiterverkauf legal erworbener Musiktitel ein Geschäftsmodell aufzubauen, weil es sich im amerikansichen Copyright auf die „First-Sale-Doktrin“ beruft. Das versucht EMI mit einer Klage zu verhindern. Mehr dazu bei futurezone. Das Urteil dürfte wegweisend sein, für diese spannende Thematik.

(via dragosits)

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