Wir-sind-die-Urheber-Kampagnen im Jahr 2013

Heute ist Welttag des Urheberrechts und man kommt sich sich vor wie vor einem Jahr:  Anfang Mai 2012 hatte die Unterschriftenaktion „Wir sind die Urheber“ (gefolgt u.a. von „Wir sind die Bürger“) gezeigt, dass einige Urheber „Gegen den Diebstahl geistigen Eigentums“ sind. Genau in diesem Sinne – als hätten keine Diskussionen statt gefunden – versuchen heute neue Initiativen ihre Meinungen medienwirksam zu platzieren. Die eine Initiative heißt „Don’t fuck with Music“  und sagt Fans „Das Internet soll Musik fördern, nicht verheizen“ und Politikern „Nur ein starkes Urheberrecht sorgt dafür, dass sich Kulturschaffen auch lohnt.“ Aha. Dann lege ich mich mal besser nicht mit der Musik an und pisse ihr nicht ans Bein (was in etwa die Übersetzung von „Don’t fuck with Music“ sein dürfte…). Begleitet wird die Initiative mit dieser Lobby-Aktion.

Dazu äußerst sich Petra Sitte:

Außerdem ist heute die Kampagne „Wir geben 8 aufs Wort“ der VG Wort gestartet. Dort verkündigen u.a. Nele Neuhaus: „Was nichts kostet, ist nichts wert“ und Kathrin Schmidt: „Wir müssen den Urheber vorm Aussterben retten“. Man fragt sich, wer wieder mal auf solche unglaublichen Ideen gekommen ist. Bruno Kramm kommentiert die Aktion ganz richtig, da er als Pirat von Denis Schenk als „Feind“ tituliert wurde. Tut man mit diesen Aktionen den Urhebern einen Gefallen? Bringt man so die Diskussion weiter?

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2 Antworten zu Wir-sind-die-Urheber-Kampagnen im Jahr 2013

  1. Gegenfrage: findet man irgendeine Lsöung indem man absichtlich an der intendierten Botschaft vorbeischaut, und nur die Schwachpunkte der Kampagnen kritisiert? Das hat es letztes Jahr auch schon gegeben. Über das intendierte Thema an sich will aber scheinbar niemand reden.

    • Philip Stade schreibt:

      Lieber Stefan (schön, dass du auch mal hier kommentierst),
      natürlich müsste ich mich eigentlich auch an den ganzen Aufzählungen und Positionen der beiden Kampagnen abarbeiten – da hast du recht – aber dafür habe ich gerade keine Zeit. Einiges davon würde ich ja auch unterschreiben, aber ich finde, die Initiatoren haben wenig aus den Fehlern gelernt. Formulierungen wie „Ihr dürft jeden anzeigen, der euch etwas wegnimmt. Das wollen wir auch dürfen.“ bringen einfach niemanden weiter. Allgemein liefern die knappen Stichpunkte bei „Don’t fuck with music“ wenig Inhalt – bei Wir geben 8 gibt es immerhin Ausklapptexte.
      Da finde ich dein http://www.wecab.info/ deutlich gelungener, wo ihr ja versucht, einige Hintergrundinformationen aus der Musikwirtschaft zu beleuchten.

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