Copyright-Unterricht ins kalifornische Curriculum?

Die Frage, wie das Thema Urheberrecht in der Schule behandelt werden sollte, beschäftigt mich nun schon ein Weile. In Kalifornien gibt es nun einen neuen Versuch von iKeepSafe und Interessensvertretungen der Content-Industrie (MPAA, RIAA, ISPs), SchülerInnen „aufzuklären“ – in Anführungszeichen, wie zahlreiche Kritiken an den entwickelten Unterrichtsmaterialen und -plänen deutlich machen.

Hier das offizielle Video der Kampagne, in dem das Teilen von Musik unter FreundInnen als illegal darstellt wird. Das Institut für Urheber- und Medienrecht reagierte neben De-bug und Krone.at („Plumpe Unternehmenspropaganda“) auf diesen Bericht von Wired.

Wer glaubt, dass das nur in den USA angedacht wird, irrt: Die Initiative der deutschen Filmbranche Respe©t Copyights hat Unterrichtsmaterialien entwickelt und das Projekt Play Fair-  Respect Music hatte ich bereits an anderen Stellen mehrfach kritisiert. Letzteres lässt ein ähnlich falsches Bild vom Urheberrecht erkennen, wie sich z.B. in der dazu gehörenden Dissertation nachlesen lässt.
Eine Übersicht an eher geeigneten Unterrichtsmaterialien habe ich hier zusammengestellt. CreativeCommons veröffentlichte als Reaktion auf die Kampagne eine Liste an Alternativen.

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